Hochschullehrendentagung 2026
Wie sieht gute Hochschullehre aus, wenn sich Arbeitswelt, Technologien und Erwartungen an ein Studium gleichzeitig verändern? Genau darüber haben Lehrende, Forschende und Hochschulverantwortliche bei der Hochschullehrendentagung 2026 der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die FHM diesen Wandel konkret gestaltet.
Schon in der Eröffnung machte Prof. Dr. Anne Dreier deutlich, dass Wandel an der FHM längst Teil des Hochschulalltags ist. Neue Studienmodelle, digitale Lehrformate, KI-gestützte Lernprozesse und eine immer stärkere Verzahnung von Forschung und Praxis verändern die Hochschule bereits heute. Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, Studierende individuell zu begleiten und Lernen persönlich erlebbar zu machen – unabhängig davon, ob im Präsenzstudium, im virtuellen Live-Studium oder im Fernstudium der FHM Online-University.
Besonders intensiv wurde darüber diskutiert, wie die FHM ihr Profil als mittelstandsorientierte Hochschule weiter schärfen kann. Viele Beiträge drehten sich um die Frage, wie Lehre noch stärker an den tatsächlichen Anforderungen von Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Gesundheitsorganisationen oder dem Handwerk ausgerichtet werden kann. Dabei ging es nicht nur um Fachwissen, sondern vor allem um Handlungskompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und die Fähigkeit, mit Veränderungen souverän umzugehen.
Ein zentrales Thema der Tagung war außerdem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre. Diskutiert wurde, wie KI sinnvoll in Lern- und Prüfungsprozesse integriert werden kann und welche Kompetenzen Studierende künftig benötigen, um KI verantwortungsvoll und reflektiert einzusetzen. Deutlich wurde dabei: An der FHM geht es nicht darum, technologische Entwicklungen einfach zu übernehmen, sondern sie didaktisch sinnvoll einzusetzen und kritisch einzuordnen.
Auch der Austausch zwischen Forschung und Lehre spielte eine wichtige Rolle. Viele Lehrende berichteten aus aktuellen Projekten und zeigten, wie Forschungsergebnisse direkt in Seminare, Projekte und Studieninhalte einfließen. Gerade diese enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Arbeit und konkreter Praxis zählt für viele Teilnehmende zu den besonderen Stärken der FHM.
Ein besonderer Moment der Tagung war die Verleihung des 3. Lehrpreises der FHM. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Christopher Grieben für sein besonderes Engagement in der Lehre. Die Auszeichnung würdigt innovative Lehrkonzepte, eine hohe Praxisnähe und die Fähigkeit, Studierende fachlich wie persönlich zu begleiten. Damit steht der Lehrpreis auch exemplarisch für das Selbstverständnis der FHM: Lehre soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern Menschen befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen aktiv mitzugestalten.
Die Hochschullehrendentagung zeigte damit vor allem eines: Studium und Lehre werden kontinuierlich weiterentwickelt – gemeinsam mit Lehrenden, Forschenden und Studierenden. Genau darin liegt für viele Teilnehmende die eigentliche Stärke der Hochschule: Wandel aktiv zu gestalten.