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| Hochschulnews

Erste Fachtagung der DGPs-Interessengruppe „Mensch – Klima – Nachhaltigkeit“

Am 24. und 25. März 2026 fand an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Hannover die 1. Fachtagung der Interessengruppe „Mensch – Klima – Nachhaltigkeit“ der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) statt. Unter dem Motto „Human, Responsibility, Climate Crisis: Psychology in Societal Dialogue“ brachte die hybride Fachtagung Expertise aus unterschiedlichen psychologischen Disziplinen zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse und gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext der Klimakrise zu diskutieren.

Die Fachtagung wurde als Hybridveranstaltung durchgeführt und verband Präsenzformate an der FHM Hannover mit virtuellen Räumen der Universität Greifswald. Insgesamt waren 168 Personen angemeldet, von denen 54 Teilnehmende vor Ort waren (Wisschenaftler*innen, Vertreter*innen von Berufsverbänden und politische Akteur*innen).

 Zeitweise liefen vier parallele Vortragssessions, die jeweils zwischen realen und virtuellen Räumen gekoppelt waren und von der Doktorandin Sarah Stapel (Universität Greifswald) und den zwei studentischen Mitarbeitern Frederik Wirsig und Arved Hahn (gefördert von der DGPs und der Fachgruppe Umweltpsychologie) begleitet wurden. Inhaltlich spiegelte die Tagung die thematische Breite psychologischer Klimaforschung wider. Beitragende befassten sich beispielsweise mit Klimaemotionen, nachhaltigem Verhalten, Klimakommunikation, Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlicher Transformation.

Einen zentralen Impuls setzte Prof. Dr. Eva‑Lotta Brakemeier (Universität Greifswald), Präsidentin der DGPs, mit ihrer Präsentation „Psychology at a Turning Point: Human Behaviour, Climate Change, and Sustainable Action“. Sie betonte die zentrale Rolle der Psychologie für nachhaltiges Handeln, gesellschaftliche Resilienz und mentale Gesundheit in Zeiten der Klimakrise. Ein weiterer Höhepunkt war der Perspektivimpuls von Prof. Dr. Gale M. Sinatra (University of Southern California), ehemalige Vorsitzende der APA Climate Change Task Force. In ihrem Vortrag „Climate and Sustainability Challenges: What Can Psychology Contribute?“ gab sie internationale Einblicke in Klimakommunikation, Wissenschaftsvertrauen und Bildungsprozesse und regte eine lebhafte Diskussion an.

Am zweiten Konferenztag rückten insbesondere interdisziplinäre und anwendungsorientierte Formate in den Fokus. Ein MeKliNa‑Symposium zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppe Forschung sowie eine abschließende „Roundtable“‑Diskussion widmeten sich dem Transfer psychologischer Erkenntnisse in die Praxis, Austausch mit Politik und Bildung sowie der Frage, wie gesellschaftliche Handlungsfähigkeit gestärkt werden kann.

Die Stimmung und Rückmeldungen der Teilnehmenden waren sehr positiv. Besonders hervorgehoben wurden die hohe Qualität der Beiträge, der intensive wissenschaftliche Austausch sowie die professionelle Organisation und der Rahmen der Veranstaltung an der FHM Hannover, die eine erfolgreiche hybride Durchführung ermöglichten. Viele Teilnehmende äußerten ihre Wertschätzung darüber, dass die Fachtagung am Standort Hannover stattfinden konnte.

Mit der Konferenz setzte die DGPs‑Interessengruppe „Mensch – Klima – Nachhaltigkeit“ einen wichtigen Impuls für die weitere Vernetzung psychologischer Forschung zur Anpassung an den Klimawandel und umweltfreundlichen Verhalten. Eine Evaluation der Fachtagung ist bereits abgeschlossen und wird in die Planung zukünftiger Aktivitäten der Interessengruppe einfließen. Wir als Organisatorinnen sind sehr dankbar für die positive Atmosphäre, den anregenden fachlichen Austausch, die konstruktive Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe sowie die finanzielle Förderung durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie und die Fachgruppe Umweltpsychologie.

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