Besuch beim Umweltbundesamt und Stadtrundgang in Dessau: Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung aus erster Hand erleben
Wie lassen sich Nachhaltigkeit, Umweltpolitik und Stadtentwicklung miteinander verbinden? Dieser Frage gingen Studierende des Bachelorstudiengangs International Management der FHM Berlin bei einer Exkursion nach Dessau nach. Der Besuch des Umweltbundesamtes (UBA) sowie ein anschließender Stadtrundgang boten vielfältige Einblicke in die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, politischer Praxis und nachhaltiger Stadtentwicklung.
Der erste Programmpunkt der Exkursion führte die Studierenden in das Umweltbundesamt (UBA), Deutschlands zentrale Umweltbehörde. Im Rahmen mehrerer Fachvorträge und des Austauschs mit Mitarbeitenden erhielten sie Einblicke in die Aufgaben und Arbeitsbereiche des UBA sowie dessen Rolle an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus standen die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen sowie nachhaltiger Tourismus im Mittelpunkt. Die Vorträge verdeutlichten, wie ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte einer zukunftsfähigen Entwicklung zusammenwirken und welche Bedeutung entsprechende Strategien für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besitzen.
Die Studierenden und Frau Prof. Dr. Heike Bähre danken herzlich für den fachlichen Input der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Fachgebietes I im Umweltbundesamt. Der Fachbereich I im Umweltbundesamt (UBA) befasst sich mit zentralen Zukunftsfragen der „Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien“. Frau Ulrike Wachotsch M.A. aus der Abteilung 2.1 "Umwelt und Verkehr" berichtete über die Planung und Durchsetzung von Nachhaltigkeitskriterien im Rahmen der Regionalplanung und Kommunikation mit touristischen Leistungsträgern und Betrieben in Deutschland. Frau Claudia Kabel aus der Abteilung 1.1 „Grundsatzfragen, Nachhaltigkeit und strategische Vorausschau“ des UBA-Fachgebiets I führte die Verhandlungsposition Deutschlands bei internationalen Klimagipfeln aus und stellte sich den Fragen der Studierenden.
Am Nachmittag wurde die Exkursion mit einer Stadtführung durch Dessau fortgesetzt. Gemeinsam mit Stadtführerin Frau Stuhl erkundeten die Studierenden zentrale Orte der Bauhausstadt. Während der Führung erläuterte Frau Stuhl die historische Rolle des ehemaligen Dessauer Oberbürgermeisters Fritz Hesse, der maßgeblich dazu beitrug, das Bauhaus im Jahr 1925 nach Dessau zu holen. Dadurch erhielten die Studierenden ein besseres Verständnis für die Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung der Stadt sowie für dessen bis heute anhaltenden Einfluss auf Architektur, Design und Stadtplanung.
Die Stadtführung verdeutlichte darüber hinaus, wie eng Geschichte, Architektur und nachhaltige Stadtentwicklung miteinander verbunden sind. Beim Besuch historischer Orte sowie des Georgiums als Teil des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs wurde sichtbar, wie kulturelles Erbe bis heute zur Identität und Entwicklung der Region beiträgt. Die Verbindung zwischen den fachlichen Impulsen des Vormittags und den Eindrücken vor Ort machte die theoretischen Inhalte des Studiums unmittelbar erfahrbar.
Die Exkursion bot den Studierenden die Möglichkeit, theoretische Inhalte des Studiums mit praktischen Erfahrungen zu verbinden. Durch den Austausch mit Expertinnen und Experten sowie die Eindrücke vor Ort vertieften sie ihr Verständnis für Nachhaltigkeit, Umweltpolitik und Stadtentwicklung und gewannen wertvolle Impulse für ihr weiteres Studium im Bereich International Management.
Vor der Abfahrt nach Dessau trafen sich die Studierenden des Masterstudiengangs International Management am Bahnhof Berlin-Charlottenburg zum gemeinsamen Gruppenfoto.
Claudia Kabel berichtet über die Rolle des Umweltbundesamtes in den internationalen Verhandlungen zu Klimazielen und Nachhaltigkeit.
Erinnerungsfoto vor den 17 „Global Sustainability Goals“: Masterstudierende aus China mit Referentin Claudia Kabel und Prof. Dr. Heike Bähre
Nach dem Besuch des Umweltbundesamtes begann die Stadtführung durch Dessau unter der Leitung von Frau Stuhl (l.2.).
Gruppenfoto vor dem Dessauer „Concordia -/Saturn-Tempel“.